Die besten Tischbohrmaschinen für Metall und Holz

Eine Tischbohrmaschine bohrt rechtwinklig und wiederholgenau, für Stahl zählen eine niedrige Mindestdrehzahl und der Bohrhub. Welche Modelle wir empfehlen, liest du hier.

Wir haben Tisch- und Säulenbohrmaschinen nach Bohrleistung, Drehzahlbereich, Motorleistung, Konstruktion, Spannfutter und Zubehör verglichen und sie von Bohrständern für Handbohrmaschinen abgegrenzt. Dafür haben wir technische Daten und Bedienungsanleitungen ausgewertet und Erfahrungen aus der MEN AT HOME Community einbezogen.

Unsere Favoriten für Tischbohrmaschinen

Welche Produkte werden von Heimwerkern empfohlen?
Die folgende Auswahl berücksichtigt fünf Qualitätskriterien: Erfahrungsberichte, Bewertungen, Anzahl der Käufe, Prüfzeichen & Gütesiegel.

Tischbohrmaschine „PBD 40“ von Bosch
Ein Zweiganggetriebe macht die PBD 40 zur Allrounderin: Im ersten Gang liefert sie viel Kraft bei niedriger Drehzahl für große Bohrer in Stahl, im zweiten Gang hohe Drehzahlen für kleine Holzbohrer. Die 710 Watt reichen für Bohrungen bis 13 mm in Metall und 40 mm in Holz, der Bohrhub von 90 mm schafft tiefe Löcher in einem Zug. Das Display zeigt Drehzahl und Bohrtiefe digital an. Parallelanschlag, Schnellspannklemme, LED-Licht und Laserkreuz helfen beim Ausrichten, eine Säulenverlängerung für sehr hohe Werkstücke gibt es nicht.
Leistung: 710 W
Bohrhub: 90 mm
Drehzahl: 200 bis 2.500 U/min, 2 Gänge

Unser Fazit
Die geführte Spindel und die fein regelbare Drehzahl liefern saubere, wiederholbare Ergebnisse, auch bei exakt senkrechten Bohrungen in Metall. Das originale Bohrfutter braucht bei sehr kleinen Bohrern gelegentlich etwas Nachjustieren.
Säulenbohrmaschine „DP18Vario“ von Scheppach
Mit 38,5 kg Eigengewicht und einer Gusseisenkonstruktion steht die DP18Vario ruhig auf der Werkbank. Die Drehzahl lässt sich stufenlos von 440 bis 2.580 U/min einstellen, das Schnellspannfutter nimmt Bohrer von 1 bis 16 mm auf. Der 240 x 240 mm große Bohrtisch hat eine Tischverbreiterung und lässt sich beidseitig um 45 Grad neigen. Für große Bohrer in Stahl fehlt ein Getriebe, die Mindestdrehzahl von 440 U/min reicht aber für die meisten Heimwerkerbohrungen bis 13 mm. Positionslaser und eine LED-Leuchte erleichtern das Ansetzen.
Leistung: 550 W
Bohrhub: 80 mm
Drehzahl: 440 bis 2.580 U/min, stufenlos

Unser Fazit
Uns überzeugt der ruhige, stabile Lauf, Bohrungen lassen sich genau zum Körnerpunkt setzen. An der Kurbel der Tischverstellung kann etwas Spiel auftreten.
Tischbohrmaschine „MBD-800 ST“ von Stahlwerk
Eine digitale Drehzahlregelung von 200 bis 2.500 U/min und 800 Watt machen die MBD-800 ST zur kräftigen Maschine für Stahl und Holz. Die niedrige Mindestdrehzahl kommt großen Metallbohrern zugute, der Bohrhub von 90 mm reicht für tiefe Löcher. Eine stabile Metallkonstruktion, die kugelgelagerte Spindel und ein schwerer Fuß sorgen für ruhigen Lauf. Laser, Schnellspannfutter bis 13 mm und Tiefenanschlag gehören zur Ausstattung. Wer vor allem Holz bohrt, braucht die hohe Leistung nicht unbedingt, profitiert aber vom ruhigen Lauf.
Leistung: 800 W
Bohrhub: 90 mm
Drehzahl: 200 bis 2.500 U/min, digital

Unser Fazit
Die Bedienung ist einfach, und bei Bohrungen in Metall arbeitet die Maschine genau wie erwartet. Bekanntere Marken bieten ein dichteres Servicenetz.
Angebot
Tischbohrmaschine „TC-BD 450“ von Einhell
Fünf Riemenstufen von 600 bis 2.650 U/min und 450 Watt reichen für die typischen Bohrungen in Holz, Kunststoff und dünnem Stahl. Das Zahnkranzfutter nimmt Bohrer von 1,5 bis 13 mm auf, der Tiefenanschlag bis 50 mm hilft bei Bohrungen in Serie. Der Bohrtisch lässt sich stufenlos in der Höhe verstellen, bis 90 Grad drehen und bis 45 Grad neigen. Für größere Bohrungen in dickem Stahl ist die Mindestdrehzahl von 600 U/min eher hoch.
Leistung: 450 W
Bohrhub: 50 mm
Drehzahl: 600 bis 2.650 U/min, 5 Stufen

Unser Fazit
Für gelegentliche Werkstattarbeiten ist sie die günstige Wahl. Heimwerker aus unserer MEN AT HOME Community bohren damit viele 8-mm-Löcher in Flachstahl, ohne dass der Bohrer merklich verläuft.

Bewährte Tischbohrmaschinen laut Community-Erfahrungen

Neben unseren eigenen Tests bekommen wir viele Tipps von den Heimwerkern aus der MEN AT HOME Community. Diese Tischbohrmaschinen haben sich bei ihnen bewährt:

Standbohrmaschine „SB4115N“ von Holzmann
Zwölf Riemenstufen bis 2.740 U/min und eine polierte, starre Säule machen die SB4115N zur soliden Maschine für die Werkstatt. Der höhenverstellbare Drehtisch und die solide Grundplatte sorgen für ruhigen Stand, die Tiefenskala am dreiarmigen Hebel für kontrollierte Zustellung. Das Schnellspannfutter nimmt Bohrer bis 13 mm auf, gebohrt wird bis 16 mm. Wichtig vor dem Kauf: Die Maschine braucht einen 400-Volt-Anschluss, also Starkstrom in der Werkstatt. Für Heimwerker mit normalem Hausanschluss ist eine 230-Volt-Maschine die einfachere Wahl.
Leistung: 600 W
Bohrhub: 80 mm
Drehzahl: 12 Stufen bis 2.740 U/min

Unser Fazit
Der gute Rundlauf und der leise Betrieb fallen positiv auf. Das Umlegen der Riemen für einen Drehzahlwechsel ist umständlich.
Angebot
Tischbohrmaschine „DP60“ mit 2 Gängen von Scheppach
Zwei Gänge mit stufenloser Regelung von 170 bis 2.600 U/min und ein Bohrhub von 100 mm geben der DP60 viel Spielraum für Holz, Metall, Kunststoff und Fliesen. Laser, LED-Licht und Digitalanzeige helfen beim Ausrichten und beim Einstellen der Bohrtiefe. Das Schnellspannbohrfutter nimmt Bohrer von 1,5 bis 13 mm auf, eine Schnellspannklemme fixiert auch runde Werkstücke auf der Grundplatte. Die niedrige Mindestdrehzahl im ersten Gang hilft bei großen Bohrern in Stahl, der zweite Gang bei kleinen Holzbohrern. Für Bohrer unter 1,5 mm braucht es ein anderes Futter.
Leistung: 710 W
Bohrhub: 100 mm
Drehzahl: 170 bis 2.600 U/min, 2 Gänge

Unser Fazit
Der Aufbau gelingt leicht, Laser und Bohrführung lassen sich nach der Justierung präzise ausrichten. Im Absenkmechanismus kann etwas Spiel auftreten.
Tischbohrmaschine „DP55“ von Scheppach
Stufenlos von 500 bis 2.600 U/min regelbar und mit integriertem Laser, bohrt die DP55 bis 13 mm in Stahl und 40 mm in Holz. Das Bohrfutter spannt 1,5 bis 13 mm, eine Schnellspannvorrichtung hält das Werkstück. Die 320 x 305 mm große Grundplatte sorgt für stabilen Stand, der Bohrtisch lässt sich bis 280 mm Abstand zum Bohrfutter einstellen.
Leistung: 710 W
Bohrhub: 70 mm
Drehzahl: 500 bis 2.600 U/min, stufenlos

Unser Fazit
Die Montage gelingt passgenau, die Bedienung ist schnell verständlich. Das Zahnkranzbohrfutter braucht beim Werkzeugwechsel etwas mehr Zeit als ein Schnellspannfutter.
Angebot
Standbohrmaschine mit Schraubstock von Arebos
Fünf Drehzahlstufen von 550 bis 2.500 U/min und ein 13-mm-Zahnkranzbohrfutter reichen für Bohrungen in Holz, Metall und Kunststoff. Der höhenverstellbare und bis 45 Grad neigbare Bohrtisch misst 164 x 162 mm, ein Positionslaser und ein Schraubstock gehören dazu. Für gelegentliche Arbeiten ist das eine günstige Grundausstattung.
Leistung: 500 W
Bohrhub: 50 mm
Drehzahl: 550 bis 2.500 U/min, 5 Stufen

Unser Fazit
Die Maschine läuft ruhig und bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Der mitgelieferte Schraubstock ist klein und leicht und hält größere Werkstücke nur begrenzt.

Bestseller: Tischbohrmaschine

Wir haben die beliebtesten Standbohrmaschinen inklusive Angebote in einer Bestseller-Liste aufbereitet (die Auswahl wird täglich aktualisiert).

Was wird am häufigsten gekauft?
Keine Empfehlung ist so glaubwürdig wie ein verifizierter Kauf. Deshalb suchen unsere Crawler täglich die meistverkauften Produkte auf Amazon aus jeder relevanten Kategorie. Das Ergebnis zeigen wir in den Bestseller-Listen.

#1
Bosch Tischbohrmaschine PBD 40 | +Tischbohrmaschine PBD 40
Bosch Tischbohrmaschine PBD 40 | +Tischbohrmaschine PBD 40
Digitales System zum einfachen Ablesen von Bohrdrehzahl und -tiefe; Schnellspannklemme fixiert selbst runde Werkstücke für präzises Bohren
225,92 EUR
Angebot#2
Scheppach Tischbohrmaschine DP16VLS Standbohrmaschine Säulenbohrmaschine inkl. Schraubstock | Bohrfutter...
Scheppach Tischbohrmaschine DP16VLS Standbohrmaschine Säulenbohrmaschine inkl. Schraubstock | Bohrfutter…
Inkl. Schraubstock mit einem maximalen Spannbereich von 62 mm.; Standfeste 190 x 290 mm Grundplatte
119,00 EUR −17% 99,00 EUR
#4
Scheppach DP55 Tischbohrmaschine Bohrmaschine Säulenbohrmaschine | max. Bohrung 13mm | LED Laser | 710 W...
Scheppach DP55 Tischbohrmaschine Bohrmaschine Säulenbohrmaschine | max. Bohrung 13mm | LED Laser | 710 W…
Hersteller: Scheppach; Herstellerbezeichnung: DP 55; Herstellernummer: 5906822901; Aufnahmeleistung: 900 W
99,99 EUR
#5
WELDINGER Tischbohrmaschine TB-2500 electronic 200-2500 U/min 800 W | 200-2500 U/min
WELDINGER Tischbohrmaschine TB-2500 electronic 200-2500 U/min 800 W | 200-2500 U/min
laufruhige Tischbohrmaschine TB-2500 electronic mit 800 W Hochleistungsmotor
229,00 EUR

Darauf musst du bei einer Tischbohrmaschine achten

Für Lochreihen und wiederkehrende Bohrtiefen in Holzleisten oder Metallprofilen sind ein Tiefenanschlag und passende Befestigungsmöglichkeiten für Anschläge wichtig. Eine Tischbohrmaschine braucht eine tragfähige Werkbank. Bearbeitest du hohe Werkstücke, bietet eine bodenstehende Säulenbohrmaschine mehr Arbeitsraum. Dazu kommen die Höhe von Schraubstock und eingespanntem Bohrer.

Für große Bohrungen in Metall zählen die angegebene Bohrleistung in Stahl und niedrige Drehzahlen mehr als die Bauhöhe oder Wattzahl allein. Bei wiederkehrenden Bohrbildern erleichtert eine Anschlagleiste die Vorbereitung. Bei Durchgangsbohrungen braucht es zusätzlich Platz für eine Holzunterlage: Sie schützt den Bohrtisch und verringert bei Holzwerkstücken Ausrisse an der Unterseite.

Tipp: Für Bohrungen in Wand und Decke oder unterwegs bleibt die handgeführte Maschine unverzichtbar. Unsere Empfehlungen für Bohrmaschinen findest du hier.

Checkliste

  • Bauform: Tischbohrmaschinen sind häufig etwa 60 bis 100 cm hoch und brauchen eine ausreichend tragfähige Werkbank. Bodenstehende Säulenbohrmaschinen sind etwa 150 bis 180 cm hoch und bieten mehr Platz für hohe Werkstücke. Eine steife Säule und eine solide Grundplatte halten die Maschine beim Bohren ruhig.
  • Bohrleistung: Für Metallarbeiten zählt die angegebene Bohrleistung in Stahl, nicht nur die Wattzahl. Verbreitet sind etwa 250 bis 1.100 Watt und Stahlbohrdurchmesser von ungefähr 10 bis 25 mm. Leistungsangaben sind nur bei gleicher Betriebsart vergleichbar: S1 steht für Dauerbetrieb, S6 für Betrieb mit wechselnder Belastung.
  • Drehzahl: Für große Metallbohrer brauchst du niedrige Drehzahlen. Die Drehzahlbereiche beginnen häufig bei etwa 200 bis 500 U/min und reichen bis etwa 2.500 bis 3.000 U/min. Riemenstufen oder ein mechanisches Getriebe liefern passende Übersetzungen für niedrige Drehzahlen. Eine stufenlose Regelung erleichtert dir die Feinabstimmung auf Werkstoff und Bohrerdurchmesser.
  • Arbeitsraum: Die Ausladung, also der Abstand zwischen Bohrerachse und Säule, begrenzt den möglichen Randabstand deiner Bohrung. Üblich sind etwa 100 bis 250 mm. Ebenso zählt die Durchlasshöhe zwischen Bohrfutter und Tisch: Bohrer, Schraubstock und Werkstück müssen gemeinsam hineinpassen. Der Bohrhub, also der senkrechte Verfahrweg des Bohrers, beträgt häufig etwa 50 bis 100 mm und begrenzt die Bohrtiefe in einem Zug.
  • Aufnahme: Übliche Bohrfutter nehmen Schäfte von etwa 1 bis 13 mm oder 1 bis 16 mm auf. Für kleine Modellbaubohrungen zählt besonders die untere Spanngrenze. Ein Schnellspannfutter erleichtert dir den Bohrerwechsel. Eine passende Konusaufnahme, also eine kegelförmige Steckverbindung, ermöglicht den späteren Austausch des Futters.
  • Präzision: Für kleine Bohrdurchmesser zählen geringes Spindelspiel und ein sauberer Rundlauf, also möglichst wenig seitliche Abweichung beim Drehen. Bei präziseren Maschinen liegen Rundlaufgrenzen häufig bei 0,02 bis 0,03 mm. Vergleiche solche Werte nur am gleichen Messort. Am eingespannten Bohrer beeinflussen zusätzlich das Futter, die Werkzeugqualität und die Einspannlänge das Ergebnis.
  • Bohrtisch: Die Tischgröße sollte zu deinen Werkstücken und deinem Schraubstock passen. Verbreitet sind Seitenlängen von etwa 160 bis 300 mm, häufig mit beidseitiger Neigung bis 45°. Der Tisch muss sich fest klemmen lassen. Prüfe, ob seine Befestigungsnuten zu deinem Schraubstock und deinen Anschlägen passen.

Häufige Fragen

Bringt eine bodenstehende Standbohrmaschine automatisch mehr Bohrleistung?

Der wesentliche Unterschied liegt zunächst in der längeren Säule und dem größeren vertikalen Arbeitsraum. Tisch- und Bodenmaschinen können ähnliche Motorleistungen und Stahlbohrkapazitäten besitzen. Für große Metallbohrungen sind die ausgewiesene Bohrleistung, niedrige Spindeldrehzahlen und eine steife Konstruktion aussagekräftiger als die Bauhöhe.

Wann lohnt sich eine Tischbohrmaschine gegenüber einem Bohrständer?

Eine Tischbohrmaschine bietet ein aufeinander abgestimmtes System aus Motor, Spindel, Vorschub und Werkstückauflage. Ein Bohrständer kann sinnvoll sein, wenn bereits eine kompatible Handbohrmaschine vorhanden ist und gelegentliche Arbeiten im Vordergrund stehen. Für häufige Bohrungen sprechen die integrierte Tiefenbegrenzung und die werkstoffgerechte Drehzahlauswahl einer eigenständigen Maschine.

Welche Angaben zeigen, ob hohe Werkstücke samt Schraubstock unter die Maschine passen?

Entscheidend ist der maximal nutzbare Abstand zwischen Bohrfutter und Tisch beziehungsweise Grundplatte. Davon beanspruchen der eingespannte Bohrer, der Schraubstock und das Werkstück jeweils einen Teil. Die Gesamthöhe der Maschine und der häufig etwa 50–100 mm große Bohrhub beschreiben diesen verfügbaren Platz nur teilweise.

Welche Tischbohrmaschine eignet sich für sehr kleine Modellbaubohrungen?

Dafür sind die minimale Futterspannweite, der Rundlauf und die erreichbare Höchstdrehzahl besonders wichtig. Übliche Werkstattfutter beginnen häufig bei etwa 1–1,5 mm Schaftdurchmesser. Für kleinere Schäfte können geeignete Präzisionsaufnahmen erforderlich sein; besonders feine Bohrungen profitieren gegebenenfalls von einer dafür ausgelegten Kleinbohrmaschine mit höheren Drehzahlen.

Was braucht eine Maschine für große Forstnerbohrer in Holz?

Maßgeblich sind die zulässige Holzbohrleistung, ausreichend Drehmoment und ein zum Bohrerdurchmesser passender niedriger Drehzahlbereich. Der Schaft eines Forstnerbohrers kann deutlich kleiner sein als sein Schneidendurchmesser. Deshalb beschreibt die Futterspannweite allein die mögliche Lochgröße nur unvollständig; ausschlaggebend bleiben die Freigaben für Maschine und Bohrer.

Sind Rundlaufangaben verschiedener Maschinen direkt vergleichbar?

Ein Vergleich ist aussagekräftig, wenn Messort und Messbedingungen übereinstimmen. Eine Angabe an der Spindel beschreibt einen anderen Abschnitt der Werkzeugaufnahme als eine Messung am Prüfstift im Bohrfutter. Für anspruchsvolle Bastelarbeiten sind deshalb auch Angaben zum mitgelieferten Futter und zum Spiel der Pinolenführung hilfreich.

Welches Spannzubehör gehört zur sinnvollen Grundausstattung?

Für kleine Metallteile ist ein Maschinenschraubstock sinnvoll, für Holzwerkstücke kommen Niederhalter, Spannpratzen oder passende Schnellspannklemmen infrage. Entscheidend sind passende Befestigungsmöglichkeiten und eine Bauhöhe, die genügend Arbeitsraum übrig lässt. Werkstücke benötigen eine zuverlässige Sicherung gegen Mitdrehen; ein lose aufgestellter Schraubstock erfüllt diese Aufgabe nur eingeschränkt.

Ist ein Laser wichtiger als ein Tiefenanschlag?

Ein Laser erleichtert die ungefähre Positionierung des Werkstücks, während ein Tiefenanschlag den Vorschub bei wiederkehrenden Bohrtiefen begrenzt. Für Sacklöcher und Serienarbeiten bietet der Tiefenanschlag deshalb einen unmittelbaren funktionalen Nutzen. Eine digitale Tiefenanzeige kann das Ablesen erleichtern; ihre Auflösung ist von der tatsächlich erreichbaren Wiederholgenauigkeit zu unterscheiden.

Reicht ein normaler Stromanschluss für eine Säulenbohrmaschine?

Viele Tisch- und kleinere Säulenbohrmaschinen sind für 230 V ausgelegt und passen damit zur üblichen Versorgung einer Heimwerkstatt. Größere Ausführungen werden auch mit 400-V-Drehstromanschluss angeboten. Die Spannung allein sagt wenig über die Bohrkapazität aus; entscheidend sind Motorleistung, Übersetzung und die ausgewiesene Bearbeitungsleistung.

Ist eine Tischbohrmaschine mit Kreuztisch auch als Fräsmaschine geeignet?

Ein Kreuztisch erweitert zunächst die Möglichkeiten zur genauen Positionierung von Werkstücken. Für Fräsarbeiten braucht die Maschine zusätzlich eine ausdrücklich geeignete Spindellagerung, Werkzeughalterung und Gesamtkonstruktion, weil seitliche Kräfte auftreten. Wenn Fräsen zum geplanten Einsatz gehört, ist eine dafür freigegebene Bohr-Fräsmaschine die passende Gerätekategorie.

Mehr zu Standbohrmaschinen

Drehzahlbereich für Holz- und Metallbohrungen richtig bewerten

Der nutzbare Drehzahlbereich entscheidet bei einer Tischbohrmaschine darüber, welche Materialien und Bohrdurchmesser du sinnvoll bearbeiten kannst. Kleine Holzbohrer brauchen meist höhere Drehzahlen als große Metallbohrer. Für deine Kaufentscheidung zählen deshalb die kleinste und größte Spindeldrehzahl sowie die Kraft bei niedriger Drehzahl. Die folgenden Richtwerte gelten für übliche Bohrer; Werkzeughersteller, Werkstoff und Bohrdurchmesser bestimmen die passende Einstellung.

Material und typische BohrungPassender Bereich der SpindeldrehzahlBedeutung für deine Kaufentscheidung
Baustahl mit HSS Spiralbohrern, Durchmesser 4 bis 6 mmEtwa 1.000 bis 2.000 Umdrehungen pro MinuteMittlere Drehzahlen für kleinere Bohrungen in Stahl
Baustahl mit HSS Spiralbohrern, Durchmesser 10 bis 13 mmEtwa 400 bis 800 Umdrehungen pro MinuteNiedrige Mindestdrehzahl und kräftiger Antrieb besonders wichtig
Weichholz mit Holzspiralbohrern, Durchmesser 5 bis 10 mmEtwa 1.500 bis 3.000 Umdrehungen pro MinuteHohe Maximaldrehzahl für kleine Bohrungen in Holz
Weichholz mit Forstnerbohrern, Durchmesser 20 bis 35 mmEtwa 400 bis 1.000 Umdrehungen pro MinuteKräftiger unterer Drehzahlbereich für größere Beschlagbohrungen

Für vielseitige Arbeiten ist ein breiter Drehzahlbereich mit einer Untergrenze um 400 Umdrehungen pro Minute besonders wertvoll. Bearbeitest du überwiegend Holz mit kleinen Bohrern, gewinnt eine hohe Maximaldrehzahl an Bedeutung. Bei größeren Bohrungen zählt zusätzlich das verfügbare Drehmoment: Eine passende Riemenübersetzung unterstützt kräftiges Bohren bei niedriger Drehzahl. Eine stufenlose Regelung erleichtert dagegen vor allem die genaue Anpassung.

Änderungsprotokoll

  • 18.10.2026: Ratgeber aktualisiert

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